Radisson Blu Hotel, St. Gallen

Textilland Ostschweiz


Die Ostschweiz hat eine lange Geschichte als weltweit führende Region in der Textilindustrie. Bei einem Besuch in St. Gallen wird leicht ersichtlich, wie diese Industrie das dortige Leben über die Jahre hinweg geformt und beeinflusst hat. Alle lokalen Tourismus-Partner arbeiten zusammen, um das kulturelle Erbe, das in Zusammenhang mit der Textiltradition steht (kurz „Textilland Ostschweiz“ genannt), zu fördern. Kommen Sie ins Textilmuseum und erleben Sie hautnah mit, wie diese Industrie es geschafft hat, die Schweiz international berühmt zu machen.

Das Textilmuseum
Das Textilmuseum bietet einen Einblick in den Einfluss der Textilindustrie auf das Leben der Ostschweiz, in ihre Entwicklungsgeschichte sowie in die heutige Geschäftswelt. Die dortigen Ausstellungen schließen die Geschichte und Stickerei-Beispiele aus dem 14. Jahrhundert ebenso mit ein wie ethnographische Textilien, alte Kostüme und Stoffe, handgemachte Spitze sowie Darstellungen von Utensilien und Gegenständen modernerer Zeiten. Das Museum zeigt wunderbare Beispiele von Nähmaschinen, kunstvoll bestickten Trachten, Kleidung und königlichen Gewändern. Mit über 30.000 Ausstellungsstücken gibt es eine Menge zu sehen. Das Museum gibt einen Überblick darüber, wie Textilien traditionell von Hand genäht wurden, und zeigt die Entwicklung der Maschinentechnologie sowie des maschinellen Drucks. Besuchen Sie auch die Museumsbibliothek und entdecken Sie deren Sammlung von Musterbüchern mit Textilmustern sowie Fotografien von Textilien und Publikationen über die Textilindustrie.

Das Textilmuseum stellt die Entwicklung der Schweizer Textilindustrie sowie deren internationale Reputation dar. So wurde St. Gallen bereits im 15. Jahrhundert für seine Textilproduktion berühmt. Viele historische Ereignisse wirkten sich auf die Produktion aus. Jedes Mal, wenn die Stadt sich erholt und gegen Fremdherrschaft behauptet hatte, hielt sie ihre Position als einer der weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet. Textilien waren traditionellerweise die Haupteinnahmequelle und verantwortlich für die Gründung der Universität St. Gallen.

Haute Couture Designs
Die Textilien aus St. Gallen sind heutzutage sogar bei den Pariser Haute Couture-Designern beliebt. Ein Beispiel dafür ist Jakob Schlaepfer. Sein 1904 gegründetes Unternehmen bietet großen Modelabels und -häusern wie Dior, Vuitton und Escada Textilien an - um nur einige zu nennen. Auch Lady Gaga, die für ihre extravaganten Bühnenoutfits bekannt ist, verwendet St. Gallener Textilien, um die Outfits zu kreieren, für die sie so berühmt ist. Und Michelle Obama trug bei der Inaugurationszeremonie Ihres Mannes im Jahr 2009 ein wunderschönes Exemplar St. Gallener Textilkunst.
Das Textilmuseum befindet sich im Herzen der Stadt und es lohnt sich, diese kulturelle Besonderheit einmal gesehen zu haben. Da sie nur wenige Gehminuten vom Radisson Blu Hotel, St. GallenRadisson Blu Hotel, St. Gallen entfernt liegt, sollten Sie sich die Zeit nehmen, dort hinzugehen und sich selbst davon ein Bild zu machen, warum die Schweizer Textilien so wertschätzen.